Der familiäre Stammbaum
Hast du dir auch schon die Mühe gemacht einen Stammbaum zu erstellen? Es ist gar nicht so einfach all die Leute auf einem Blatt Papier unterzubringen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass in späteren Jahren noch Mitglieder dazu kommen und die ergänzt sein wollen. Damit meine ich kleine Babies und auch anverwandte uneheliche Geschwister oder weitere Kuckuckskinder. Alle tragen ähnliche Gene in sich. Und mache entfernter Verwandte wirken sogar ähnlicher, als sie es mit den eigenen Geschwistern sind.
Habe ich deinen Stammbaum vor mir liegen, dann betrachte ich ihn. Nach einer Weile spricht er mit mir. Es sind die Seelen, die den Kontakt zu mir suchen. Je nach Zeitpunkt sind es immer wieder andere Ahnen, die sich mir öffnen.
Einen Stammbaum als Grundlage zu haben für Ahnenarbeit kann hilfreich sein. Dadurch eröffnet sich sichtbar, wie weit verzweigt sich die Familie hat, die vor uns gelebt hat. Es ist erstaunlich, wie zahlreich auch die später geborenen Nachkommen ins Auge fallen.
Manche Personen fehlen. Geliebte. Frühere Partner. Die erste große Liebe. Fehlgeburten. Abtreibungen. Kinder die aus Liasonen entstanden sind und deren Nachkommen. Auch die durch Vergewaltigung und Missbrauch entstandenen und vielleicht sofort bei der Geburt oder während der Schwangerschaft gestorbenen Kinder gehören mit dazu zu unserem Stammbaum.
In meinem Stammbaum stehen zunächst einmal die Namen und Daten. Vorname, Nachname, geboren am, gestorben am. Und da ich Horoskope zeichne, habe ich auch gleich die Uhrzeit erkundigt, vermerkt und eine Horoskopegrafik berechnet und gemalt. Nach ausführlichen Interviews mit meinen Eltern wurde mir ganz viele Geschichten erzählt. Alle habe ich aufgeschrieben. Jetzt, da ich dies schreibe, fällt mir auf, dass ich auch noch Onkel und Tanten hätte befragen können. Jedes Kind erlebt seine Eltern und Großeltern auf seine ganz eigene Weise. Auf diesem Weg hätte sich eine ganz neue Sichtweise eröffnen können. Hätte ist leider vorbei. Sie sind alle schon gestorben. Fotos wie oben auf dem Bild habe ich keine zugefügt. Mich interessierten mehr die Geschichten und der Werdegang meiner Eltern und meiner Großeltern.
Vor ein paar Jahren ist eine neue Dimension dazu gekommen. Es ist der Jenseitskontakt mit den Ahnen. Ganz besonders mit denen, denen es noch nicht gut geht, dort, wo sie sich gerade aufhalten. Natürlich ist es eine riesen Freude die Verwandten wieder zu begegnen, die sich im hellsten Himmel ganz da oben eingefunden haben.
In manchen Familien gibt es ganze Hefte mit Daten, die weit in die Zeitgeschichte zurück reichen. Bei ihnen werden regelmäßig Stammbaumtreffen organisiert. Selbst war ich noch nie eingeladen und habe auch nie den Wunsch gehabt so ein Familientreffen selbst zu organisieren. Wer weiß, ob ich das eines Tages noch durchführe?
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