Sterberitual

Veröffentlicht am 20. April 2026 um 11:28

Danke für die Sterberiten,
die ich ausführlich gelernt und eingeübt hatte im letzten Jahr. Sie haben mich befreit. Sie haben mir das Vertrauen gegeben in das Leben nach dem Leben.

Ja, es tut weh, jemanden im Sterben zu begleiten. Es tut so weh den Spagat zu bewältigen, dass da jemand uns jetzt verlässt, verlassen wird und ihm das Zutrauen zu vermitteln in das, was auf die Seele nach dem Sterben zukommt. Es ist ein Spagat den eigenen Schmerz des Verlustes zu bewältigen und gleichzeitig der Seele Trost zu vermitteln, dass es sich um den Zustand einer Geburt handelt, den derjenige jetzt durchmacht. Es ist eine Geburt der Befreiung der Seele von irdischen Körper.

Einst war es ein so großer Wunsch gewesen diesen einzigen erhaltbaren Körper gewährt zu bekommen. Und nun ist die Zeit wieder reif geworden, diese einengende Hülle verlassen zu dürfen, zu können.

Mit den Sterberiten kann ich die Seele begleiten während des Übergangs, davor und danach. Vorher geht es darum die Zeit, die noch bleibt, zu genießen. Gespräche führen was da auf die Seele während des Überganges zukommt, werden geführt. Sie hat möglicherweise Angst und ist dann auf einmal orientierungslos und fühlt sich alleine. Sind wir innerlich vorbereitet auf das, was kommt, können wir gelassener dorthin gehen. Gute Vorbereitung ist, wie überall, das A und O, dass es gut klappt und funktioniert, was man vorhat. Ich denke da zum Beispiel an ein Vorstellungsgespräch. Es macht einen Unterschied aus vorbereitet hinzugehen und sich zu präsentieren oder unvorbereitet mit großer Angst die Szene zu bewältigen.

Die Zeit des Todes rückt näher. Die Energie ist spürbar sill geworden, anders. "Der Tod schleicht schon ums Haus." Damit lässt sich diese Energie beschreiben. Einfach ist es nicht, sich diesem Fühlen hinzugeben. Und trotzdem ist es hilfreich. Wir kommen selbst zur Ruhe und hören auf wegzurennen. Wir sind für den Sterbenden da, ganz und gar. Das Vertrauen wächst, dass alles gut geht. Und so kommt es dann auch.

Mittels Seelengespräch führe ich jetzt ein heilsames Gespräch von Seele zu Seele. Ich gebe mich widerwillig den Fragen hin, ob es stimmt, dass derjenige auch wirklich sterben wird. Ich frage nach, wann das sein wird: Mitten in der Nacht, am Morgen und weiter, wenn mir danach ist und wenn nicht, dann höre ich auf nachzufragen. Manches muss man auch nicht wissen und darf unbeantwortet bleiben. Es kommt dan eh´ wie es kommt. Denn mein Fragen hat keinen Einfluss auf die Abläufe. Sie geschehen. Ob ich will oder nicht, sie geschehen. Vielleicht habe ich sogar das Glück dabei zu sein, während die Seele ihren Körper wieder verlässt. Vielleicht sagt sie mir, welche Personen ihr wichtig sind dabei zu haben. Vielleicht will sie diesen Vorgang auch selbst und alleine vollführen. Wer weiß das schon vorher? Die Seele kennt die Antworten.

Mit meiner Katze Jack bin ich so vorgegangen. Wir haben alles geklärt, das ihm seine Ängste nahm und mir ebenso Vertrauen vermittelt hatte. Es lief ganz so ab, wie er es mir mitgeteilt hatte. Und danach vollzog ich die Sterberiten. Die Seele sprang frei und munter im Kreis der Katzenfreunde und war spürbar nicht mehr da gewesen. Welch ein Glück hatte ich all dies ausführlich geübt zu haben. Es ist fühlbar, ob die Seele eines Individuum anwesend ist oder auch nicht. Danke Spirit für deine Gaben. Ahó.

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