Berufung
In Berufung gehen.
Dem eigenen Ruf folgen.
Das Wort Berufung suggeriert, dass wir mit dem Wählen dieses Weges, unsere Lebensbestimmung erfüllen.
Stimmt das?
Ich zweifele.
Oft wusste ich nicht, wie dies geht. Bücher gibt es zahlreiche. Die Umsetzung ins Leben - wie geht das? Was zu lesen ist, ist so glaubhaft. Doch danach hapert es. Warum?
Heute früh erschrak ich. Es durchfuhr mich wie ein Blitz, als ich über die Berufung las. Die Berufung hat mit einem Gericht zu tun. Was ist, wenn die Berufung nicht erreicht wird, weil im Unterbewussten diese mit einer Gerichtsverhandlung verknüpft ist? Dann wird es nichts mit diesem Weg. Berufung in diesem Sinne - kann gelingen, oder auch nicht. Dies ist ein Glücksspiel. Diese Art von Berufung hängt von Menschen ab. Von ihrer Betrachtungsweise, von ihren Entscheidungen. Dies würde erklären, warum es so schwer ist die eigene Berufung zu finden und ihr nachzugehen. Da nützen auch die Wortspielereien mit dem Ruf folgen nicht wirklich weiter.
Bestimmung
Wir sind zu etwas bestimmt. Was ist es? Das ist unbekannt. Regie führt hier die geistige Instanz Gott. Hier befinde ich mich auf einer anderen Ebene. Hier sind die Voraussetzungen und Bedingungen eine Hingabe an das, was in uns klingt und sich stimmig anfühlt. Dies ist der Ruf unserer eigenen Seele, welche die Stimme Gottes hört und ihr folgt. Unser höchstes Wohlergehen entsteht daraus. Tatsächlich und ganz anders als bei der Berufung, die von menschlichen Entscheidungen geprägt ist.
Berufung oder Bestimmung?
Ganz klar gebe ich von nun an dem Ruf der Bestimmung zu folgen den Vorrang.
co Michaela Aust
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