Menschen wünschen sich Gemeinschaft.
"Gemeinsam sind wir stark." heißt es. Die Sehnsucht zusammen zu sein, sich zu treffen, auszutauschen, miteinander zu lachen, zu weinen und vieles mehr, sind groß. Ich war am letzten Wochenende wieder einmal bei einem großen Event. Es wurde miteinander praktiziert. Es wurden persönliche Dinge ausgetauscht. Es war so schön. Ich fühlte mich high, glückselig, getragen. Ich fühlte mich dabei, ein Teil davon war ich.als Teil des großen Ganzen der Veranstaltung.
Dann hieß es, wir könnten uns einer WhattsApp Gruppe anschließen, um die Gemeinschaft auch nachher zu haben.
In mir stellt sich eine Frage:
"Wieso wünschen sich Menschen an solchen Orten eine Gemeinschaft?"
wenn sie nachher, zurück im Alltag zu Hause, keine zeit mehr hierfür haben?
Keine Zeit dafür, die Gemeinschaft weiter zu pflegen, wegen Gründen:
"arbeiten, Beruf, Kinder, Eltern pflegen, anderen Interessen nachkommen, Kurse abschließen etc."
Was passiert daheim im Alltagsleben,
Was passiert in den Menschen daheim,
dass das Interesse schrumpft für die Gemeinschaft?
Sind es die Glückshormone, die uns enthusiastisch Dinge tun wollen lassen,
die nach dem Absinken derer weniger wünschenswert ist zu haben?
Im Taumel der Hormonausschüttung sind wir überfüllt mit guten und schönen Gefühlen. Da ist "alles" möglich. Es ist viel mehr Offenheit vorhanden den Kontakt einzugehen und auf die Menschen zuzugehehn. Es wird mehr gelacht.
Es entsteht eine lockere Atmosphäre.
Wir tun uns gut. Die Gemeinschaft der Teilnehmer tut uns gut. Wir fühlen uns wohl. Wir fühlen uns gesehen, geliebt, wertgeschätzt.
Die lockeren Gespräche wollen fortgesetzt werden in einer Gruppenatmosphäre daheim.
Daheim
ist "alles" anders.
Verpflichtungen.
Alltag.
Sorgen
Die Wahrheit des Lebens
Familie
Freundeskreise
"kosten" Zeit.
Die schönen Wünsche passen nicht in dieses enge Zeitkonzept.
Warum sollen wir uns weiteren Verpflichtungen hingeben?
Es könnte sein, dass sich danach manch einer veröppelt vorkommt. Diese Teilnehmer haben den Worten gelgaubt, dass es weiter geht. Was kam war das Nichts. Das Nichts wurde laut. So laut, dass von den Wünschen Abstand genommen wurde und dem altbekannten die Aufmerksamkeit gewidmet wurde.
Schön war´s gewesen.
Die Erfahrungen haben gelehrt, dass an Veranstaltungen Versprechungen geäußert werden, die daheim nicht eingehalten werden. Tja, so ist das nun mal.
Also Abschied nehmen von den Illusionen, die entstanden waren. Und dann weiter gehen. Wohin auch immer es uns dann zieht. Möglicherweise zu nächsten Event, zu neuen Menschen, die sich neuen Versprechungen nach einer Gemsinchaft hingeben, auf denen dann das Nichts folgt.
Was könnte dahinter stecken?
Ich möchte einmal aus einem anderen Blickwinkel hinschauen.
Gemeinschaft tut Menschen gut.
Je grö0er die Sehnsüchte sind, die Unerfüllten, desto grö0er ist der Wunsch danach, desto grö0er ist danach das Nichts.
Fehlte es an Gemeinschaft im Elternhaus? Am Wohnort? In der Schule? Mit Gleichaltrigen? Mit Kollegen?
Brach eine Gemeinschaft bitter auseinander, weil das Schicksal eine Trennung herbeigeführt hatte?
Hat es Auschluss gegeben? Bei einer Gemeinschaft nicht dabei sein dürfen?
Es kann sein, dass es die unbewussten Wunden sind, die an Veranstaltungen den Ruf nach einer Gemeinschaft laut tönen lassen. Und gleichzeit könnte eine Angst bestehen, gar nicht gewünscht zu sein als Mitglied.
Es kann sein, dass es Trennungen gab, die große Spuren (Wunden) hinterlassen haben. Dann besteht gleichzeitig der Wunsdh nach Gemeinschaft mit anderen und der Zweifel ob es gut ist dabei zu sein. Es könnte sein, dass alles wieder zerbricht und wir am Ende alleine dastehen.
Gemeinschaft will gepflegt sein.
Von allen Teilnehmern.
Es gibt aktive Phasen der Zusammenkunft und dann wieder mehr passive, in denen jeder seine Wege alleine geht.
Gemeinschaft.
Gemeinsam sind wir stark.
Einsam und verlassen fühlen.
Miteinander.
Ausgeschlossen fühlen.
Aktiv sein.
Genießen.
Heiterkeit.
Traurig sein.
Lachen.
Weinen.
Interessenspflege
Umarmen
Aufeinander zugehen
Weggehen
Lächeln
Wegschauen
Interessiert
Desinteressiert
Geliebt fühlen
Dazugehörig.
An einander erfreuen.
Das waren meine aktuellen Eindrcüke.
Gemeinschaft ist gewünscht.
Die Umsetzung und Pflege ist ein Weg, den es lohnt sich zu gehen.
Die Umsetzung der Pflege braucht Einsatz und das Aufeinanderzugehen.
Hast du die Zeit für Gemeinschaft?
Nimmst du dir die Zeit die Wünsche nach Gemeinschaft zu erfüllen?
War es die Sehnsucht im Augenblick, der nach dem Absinken der Glückshormone nicht mehr relevant ist?
Denke mal drüber nach und schreibe mir deine Eindrücke unten auf. Danke.
co Michaela Aust
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