Wenn der eigene Tod im Traum angekündigt wird ...was dann? Anfang April hatte ich mich mit einer Kollegin getroffen um den Spirit Flight zu üben. Dieser Geisterflug ist in der schamanischen Tradition aus Südamerika ein ganz besonderes Erleben. Bisher verstand ich diese Übung als eine Möglichkeit selbst zu erfahren, wie es ist, den eigenen Geistkörper zu spüren. Damals, als die Übung zum ersten Mal zu mir kam, zeigte sich, wie es ist, wenn die Erdenschwere den Spirit Flight behindert. Schnell war mir klar, dass dies ein Grund ist, warum Verstorbene sich so schwer tun, in den Himmel zu gelangen. Damals waren Nahtoderfahrungen ein weiteres Thema gewesen. Die Betroffenen wollten am liebsten in ihrem Geistkörper bleiben. Doch, wie es so ist, wurde ihnen geraten, wieder zurückzukehren in ihren physischen Leib und das Leben auf der Erde fortzusetzen. Diese Bekanntschaften hatte mir Respekt gelehrt den Spirit Flight niemanden anzubieten. "Nur mal so etwas Erleben, das dann nicht mehr gesteuert werden kann." Im Rahmen der Meisterausbildung ging es wieder um den Geisterflug. Wir übten erneut. Danach hatte ich einen Traum. Dieser Traum kündigte mir den Tod an. Darin sprach eine Stimme zu mir: "Du wirst sterben." Die Zahl 5 spielte eine Rolle. Schnell hatte ich den Traum vergessen wollen. Mit dem tod vor Augen ging das leider nicht. Mit der 5 ging ich die Daten durch: 5 Tage war der 15. April. Da passierte nichts. Der 15 Mai war der nächste Termin. Schnell vergaß ich ihn. Ebenso den 10. September in 5 Monaten. Irgendwie beschloss ich, dass gemeint war, dass ich in 5 Jahren sterben werde. Das ist der 10. April 2031. Dieser Tag sollte mein Stichtag sein. Seitdem suche ich Hilfe und finde keine. Ich hatte sogar das Radio angeschrieben, ob sie schon mal von Menschen gehört haben, die ihren eigenen Tod auf solche Art im Voraus mitgeteilt bekommen haben.Dann erinnerte ich mich an einen Traum, der mir die Krebserkrankung angekündigt hatte. Ich hatte ihn damals aufgeschrieben. Das war mein Glück. Denn in diesem Traum ging es auch um eine Stimme, die diese Krankheit ankündigte. Dieser Hinweis bestätigte mir, zu meinem Entsetzen, dass ich sterben werde. Weitere Erinnerungen von meiner früheren Sterbeforschung kamen zurück in mein Gedächtnis.Den eigenen Tod angekündigt bekommen kenne ich aus der Arbeit von Dr. Kübler-Ross. Bei ihr geht es allerdings um Menschen, die etwa zwei Tage vorher informiert werden. Es gibt sogar einen Film, der dieses brisante Thema als Inhalt hat. Der Film heißt: Finn und der Weg zum Himmel. Diese Informationen machen mir Angst. Ich bin ein Mensch, der die Angst in den Arm nimmt und mit ihr nach vorne geht. Zusammen tun wir das, was getan werden muss. Hier gibt es eine Menge zu tun. Als Mutter einer schwerst behinderten Tocher habe ich neue Lösungen zu finden für den Fall der Fälle. Schon letztes Jahr waren mir und meinem Ehemann aufgefallen, dass unsere Kräfte nachließen und wir für unsere Tochter neue Wege finden mussten. Erst der Traum hat mich wieder mobilisiert ihr Wohnen und betreut werden neu zu regeln. Wir haben Katzen. Als wir Lies´chen 2023 bekamen und sie kurz danach vier Junge zu uns brachte, rechneten wir aus, dass wir sie durchaus überleben können. Wenn eine Katze 20 Jahre alt wird, dann sind wir um die 80 Jahre alt. Wir entschieden uns, die Jungen bei uns zu behalten. Wir waren uns gewiss, dass wir die Überlebenden wären. Dieser Traum hat die Bedingungen geändert. Zumindest lässt er mich das annehmen. Wer weiß für was es gut ist, dass ich nun doch mein ganzes Leben neu regeln muss. Ich habe sogar den Radio angeschrieben, ob es noch mehr Menschen gibt, die ihren Todestag genannt bekamen und es dann auch so eingetroffen ist. Mitten im besten Altern meine ich. Sie hatten leider davon noch nicht gehört und gaben mir eine Telefonnummer, an die sich Menschen in psychischen Krisen wenden können. Mit dem Tod sprechen und tricksen geht nicht. Der Tod ist der Sieger. Das ist gewiss.Als Schamanin könnte ich mit ihm ins Gespräch gehen. Dazu fehlte mir bislang der Drang dies doch zu tun. Eine gewisse Angst und Respekt hält mich zurück. Über seinen Tod verhandeln. Wozu soll das gut sein? Das ginge nur auf Kosten eines anderen, so wie ich bisher die Geschichten verstanden habe. Diese Option scheidet zunächst aus. Fazit:ich werde alles regeln, was in meinen Händen liegt und von mir getan werden kann und muss. Ich werde mich aus dem, was mich aus früheren Leben begleitet, herauslösen. Die Macht des alten Schicksals entmachten und beenden ist ein weiteres Ziel. Wer weiß, welche Abmachungen ich mit dem Tod einst vereinbar habe, die zu diesem Traum geführt haben? Fortsetzung, Montag, 18. Mai 2026Den Tod vor Augen ist mir mein Testament eingefallen, dass ich dies dringend neu regeln muss. Zufällig fiel mir eine Patientenverfügung in die Hände. Sie war von einer Frau, die zu guten Zeiten alles notariell geregelt hatte. Darin standen Dinge, die sie alle bekommen hat, obwohl sie dies so nicht haben wollte. Eineinhalb Jahre war sie in einem Wach-Schlaf-Zustand von aktivem Bewusstsein und Trance gewesen. Mir fiel auf, dass es stimmt, was wir gelernt haben: Die Menschen möchten eine Zustimmung von ihren Angehörigen, dass sie sterben. Bekommen sie diese nicht, müssen sie weiter leben. Dies ist mehr ein dahin vegetieren. Bei meinen Katzen wurde ich als Tierschänderin hingestellt, wenn ich das Leiden mittels Medzin unterbrach. Wie ist dies bei Menschen, die aufgrund von ärztlichen Eingriffen am Leben gehalten werden?In der Nacht zum 15. Mai hatte ich erneut einen Traum. Was er zu bedeuten hatte, wurde mir am Abend klar. Mitten in der Nacht bekam ich mitgeteilt, dass meine Mutter gestorben war. Ich war überzeugt davon, dass der Traum mir mitteilte, woran sie letztlich starb. Gestern erinnerte ich mich an alptraummäßige Schluckbeschwerden beim Essen. Aus heiterem Himmel bekam ich das Essen in die falsche Kehle und brauchte Hilfe, dass ich wieder Luft bekam. Es war als ob mir der Bissen im Hals stecken geblieben wäre. Dieses war die wahre Todesursache gewesen, auch wenn mir das keiner bestätigen wird. Woher ich das wissen will? Ich weiß es, weil ich bei vorher verstorbenen Verwandten schon ihre Symptome gehabt hatte. Warum habe ich diese Phänomene? Das wüsste ich auch ganz gerne. Wahrscheinlich, weil ich hier eine Begabung habe. Diese wurde durch mein Faible für den Tod und das Sterben durch meine schamanisch Praxistätigkeit mit Jenseitskontakten geschult. Heute geht es mir besser. Jedenfalls fühlt sich der Tod nicht mehr so präsent in mir an. Trotzdem werde ich den Hinweis auf mich selbst anwenden und regeln, was regelbar ist, falls mein Traum ebenso mit mir zu tun hat. co Michaela Aust